"Die Rawetzer sind einfach was Besonderes!"

Shownotes

Die Rawetzer sind die Rawetzer – und das ist etwas Besonderes.

Seit 1984 bewahrt **Edith Kalbskopf **die Geschichte von Marktredwitz. Eigentlich wollte die gebürtige Regensburgerin nur drei Jahre im Rawetzer Stadtarchiv bleiben. Mehr als vier Jahrzehnte später gilt sie als das Gedächtnis der Stadt und hütet auf über 1.000 Quadratmetern Schätze aus vielen Jahrhunderten.

Gemeinsam sprechen wir mit Edith Kalbskopf über fast 900 Jahre Rawetzer Geschichte: über Goethe und Maria Theresia, die lange Verbindung zu Eger, die Bedeutung der Eisenbahn für die Stadtentwicklung und die Frage, warum Marktredwitz in vielerlei Hinsicht anders ist als andere Städte.

Außerdem erzählt Stadtarchivarin Edith Kalbskopf von bewegenden Begegnungen, kuriosen Fundstücken und davon, wie sich die Archivarbeit von Karteikarten und Schreibmaschinen bis hin zu Datenbanken und KI verändert hat.

Themen der Folge: •Das besondere Rawetzer-Gefühl • Die Verbindung zu Eger und Maria Theresia • Warum die Eisenbahn die Stadt veränderte • Kuriose Fundstücke aus dem Stadtarchiv • Die Digitalisierung der Archivarbeit

Eine Folge für alle, die Marktredwitz lieben oder ihre Heimat neu entdecken möchten.

Transkript anzeigen

00:00:00: Die Magdrehtwürze trägt auch ein gewisses eigentlich ehrenuhr Bayern.

00:00:03: Beheimat dieses Bier sind mir gefühlt und das wirklich eigentlich auch diesen kleinen Raum umspannt.

00:00:10: Ich habe die Magdretwürzer immer so empfunden, dass sie immer gewusst haben Sie sind zwar im Landkreis Wunsiedel aber die Wunsidler sind was anderes.

00:00:19: also die Rawattser sind die Rawatser und das ist etwas Besonderes.

00:00:23: Also so hab ich das immer empfundet.

00:00:35: Manche Menschen kennen Mike Bradford einfach als ihre Heimat.

00:00:39: Unser heutiger Gast kennt zusätzlich Geschichte dahinter, teilweise über Jahrhunderte hinweg!

00:00:44: Denn unser Gast Edith Kalbskopf arbeitet seit vielen Jahrzehnten, darf ich sagen in unserem Mike Bradfordser Stadtarchiv und hat wahrscheinlich Dinge über Roberts gelesen die sonst kaum jemand kennt.

00:00:55: Liebe Edith, herzlich willkommen.

00:00:56: schön dass du Gast heute im Podcast Roberts der Podcast bist.

00:01:00: Hallo

00:01:01: Edith

00:01:02: Hallo ihr beiden, danke dass ich heute da sein darf.

00:01:04: Du bist seit nineteenhundertvierundachtzig unsere Stadtarchiwarin hier in Mike Trättels?

00:01:09: Was macht denn eine Stadtarchivarin den ganzen Tag?

00:01:12: Das fragt sich am Abend manchmal selber.

00:01:15: also die Arbeit im Stadteich ist sehr vielfältig wie man aus meiner Antwort schon entnehmen kann um jetzt das mal so grob in Kategorien einzuteilen.

00:01:26: Eine unserer Aufgaben ist halt wir nennen uns ja immer sehr hochkarätig das Gedächtnis der Stadt.

00:01:33: Unsere Hauptaufgabe ist halt unterlagen zu sammeln, zu sichten und zugänglich zu machen die über die Stadtgeschichte was erzählen?

00:01:41: weil wenn man keine Unterlagen hat oder keine Quellen hat wenn wir es nicht... Ist es schwer über die Geschichte der Stadt etwas rauszufinden?

00:01:48: Und das ist eigentlich unsere Hauptaufgarbe!

00:01:51: Weil Quellen halt nicht vom Himmel fallen sondern weil sie ins Stadtrif kommen müssen bemühen wir uns halt die zu kriegen.

00:01:58: Und die Quellen sind ganz unterschiedlicher Natur.

00:02:01: Wir haben die sogenannten amtlichen Quellen, die kriegen wir zumindest in der Theorie automatisch.

00:02:07: Die kommen aus der Stadtverwaltung und wir sichten die und heben davon das auf was interessant ist, was rechtlich relevant ist, welches nach unserer Einschätzung oder unserem Gutdüngen später auch wieder genutzt werden kann.

00:02:21: Aber weil das eigentlich nicht genug ist oder für die Gesamtsicht der Geschichte einer Stadt zu wenig ist, sammeln wir auch.

00:02:28: Das heißt, wir sammelt Bilder und Zeitungen.

00:02:31: Wir sammel auch Unterlagen, die nicht in der Stadtverwaltung entstanden sind.

00:02:35: Das können Nachlässe von Vereinen sein, können Nachläse von Privatpersonen sein oder können auch nachlässig aus der Wirtschaft sein.

00:02:43: Und mit all dem wünschen wir uns – und hoffen wir – eine Gesamtsicht der Geschichte unserer Stadt präsentieren zu können!

00:02:50: Das

00:02:50: sammelt sich doch sicherlich bei der Menge, die du jetzt gerade über die Tour gesprochen hast.

00:02:55: Einiges an!

00:02:56: Wie groß ist denn eigentlich das Makridwitzer-Archiv?

00:02:59: Ja, es ist nicht so ganz klein.

00:03:01: Es hat sich tatsächlich auch in der Zeit, in der ich die Arbeit jetzt mache einiges angesammelt, einiges dazugekommen.

00:03:08: Derzeit nutzen wir ungefähr tausend Quadratmeter.

00:03:13: Das ist also größer als die meisten zu erwarten wobei da jetzt nicht nur Platz für Unterlagen mit eingerechnet ist sondern halt auch Platz für unsere Büros und unsere Arbeit zur Verfügung stellen, wenn jemand zu uns kommt und in irgendeiner Form was nutzen oder anziehen möchte.

00:03:31: Wo befindet sich das Archiv bei uns im Marktwitz?

00:03:33: Derzeit befindet es in der Autostraße drei, also mitten in der Stadt, was wir sehr schön finden.

00:03:41: Wir haben eigentlich einen Bauadaptier für etwas ganz anderes geschaffen worden.

00:03:47: Das war früher ein Bekleidungshaus.

00:03:48: Für alle alten Makridwitzer des Bekleiderungshaus Haas.

00:03:52: da haben wir halt ein paar... sehr minimale Umbauten und Umstrukturierungen vorgenommen.

00:03:58: Und jetzt ist es so eingerichtet, dass das eigentlich für die Nutzung von dem Stadtarchiv ziemlich komfortabel und auch ziemlich gut

00:04:05: ist.".

00:04:05: Bist du ja gebürtige Regensburgerin?

00:04:08: Wie verschlätzt in fourhundachzig eine Regensburgerin ins Magdretwitzer-Stadtarchiv?

00:04:15: Das ist eine nette Geschichte!

00:04:19: Ich habe mich ja in Magdrejewitz schon beworben, bevor ich mit meiner Ausbildung fertig war.

00:04:25: Und zwar habe ich eine Fachhochschule für Archivwesen durchlaufen.

00:04:30: Das hab' ich in München absolviert und auch meine Praktika haben durchwegs in großen Archiven stattgefunden, also im Hauptstadtarchiv oder im Stadtarchiv München.

00:04:38: Ich hab eigentlich schon während der Ausbildung gemerkt diese großen Häuser sind nicht mein Ding!

00:04:44: Und ich hab dann schon immer Gaudi-Häuber zu meinen Kollegen gesagt, ich hätt gern irgendwo so ein Mini-Stadtarchiv wo ich allein Chef und vom Archivdirektor bis zur Ausheberdienst alles bin.

00:04:54: Die meisten haben gelacht.

00:04:56: Der Kollege aus Wunsiedel, dem ich irgendwann wahrscheinlich damit auf den Wecker gegangen bin, hat dann gesagt, wenn es unbedingt zur G-Einsarchiv handelt ... Ich glaube die Magdreht wird zu suchen.

00:05:05: gerade jemand ruft doch dort mal an und dann habe ich halt gedacht, na jo!

00:05:10: Was habe ich eigentlich zu verlieren?

00:05:11: Ich hab dann ganz Todesmutig hier mal angerufen und gesagt, ja, ich habe Kürze würden vielleicht eigentlich wahren.

00:05:17: Und dann bin ich sofort zur Hauptamtsleitung durchgestellt worden.

00:05:22: Dann haben die gesagt, komm jetzt halt einmal, wir werden Sie gern kennenlernen!

00:05:26: Dann bin ich an einem Pfängstsamstag nach Magdrehtwitz gefahren vom Oberbürgermeister in seinem Bischenkäfer persönlich abgeholt worden ins Rathaus gefahren worden und hatte dann dort ein ziemlich langes und auch ziemlich nettes Gespräch mit dem Freie Herrn von Lindenfels, damals Oberbürgermeister der Stadt Magdridwürz.

00:05:43: Und mit dem Herrn Grunwald, damals Hauptamtsleiter!

00:05:46: Und anscheinend fanden die mich ganz nett – also ich habe da so richtig auf den Putz kamen, hab erzählt was man alles machen könnte und also ich hab da so wirklich irgendwo alle mögliche Ideen rauskauen – und dann haben sie gesagt ja, wenn es mich natürlich durch die Prüfung wirft und wenn ich das bestehe, hab' ich jetzt einen Job in Magdriedwürze.

00:06:04: Und dann habe ich gedacht, na super.

00:06:07: Hat auch ich da noch eine nette Nebenkomponente, weil womit ich gar nicht gerechnet hatte, mal examen ist etwas besser ausgefallen als ich letztlich, also ich am Anfang eigentlich vermutet hatte.

00:06:16: und dann hatte ich auch vom Start das Angebot, dass ich durchaus in München hätte bleiben können.

00:06:21: aber dann hab ich gedacht nur jetzt habe die Marktreedwürzer hätten mich auch so genommen und eigentlich hat mein Marktredwürz ganz gut gefallen.

00:06:28: Ich wollte erst mal für drei Jahre hierher und dann mich wieder umschauen.

00:06:32: Na ja, ich denke die Geschichte spricht für sich!

00:06:35: Und warum bist du denn doch so lange?

00:06:37: Weil immer irgendwas war, warum ich gerade nicht weg konnte.

00:06:41: Weil ich immer grad in einem Ausstellungsprojekt war oder irgendwie im anderen Wissenschafts-Projekt weil ich immer noch was vorhatte, was ich zu Ende machen wollte... ...und im Grund ist das immer noch so.

00:06:54: Ja, auf das waren vierzig Jahren.

00:06:55: Jetzt bist du Stadtarchivaren.

00:06:56: jetzt wollen wir natürlich auch ein bisschen in die Geschichte von Magdretwitz blicken.

00:07:01: wann feiert denn Magdrettwitz Geburtstag?

00:07:04: Ok!

00:07:04: Wann Magdritwitz genau entstanden ist... Wir wissen es nicht.

00:07:08: Dazu muss man wahrscheinlich mal irgendwo in der Erde graben, vielleicht würde das dann mehr geben.

00:07:14: Aber als Archivarin erhalte ich mich halt sozusagen an die erste urkundliche Erwähnung, die stammt aus dem Jahr elfhundertvierzig.

00:07:22: da aber schon von einem Pfarrer und einer Pfarrei, die Rede ist, gehen wir immer davon aus, da hat es Marktreib wird's schon paar Tage gegeben, aber es ist tatsächlich die erste Erwohnung, die wir kennen mehr oder weniger der Geburtstag, den wir dann auch feiern.

00:07:38: Gibt es besondere Personen in Magdrebwitz, die man besonders weit weg auch noch kennt?

00:07:44: Irgendwelche ganz prägnanten Menschen diese Magdrepwitz gaben, die geschichtlich oder im Archiv erwähnt sind?

00:07:51: Sicherlich am bekanntesten ist vielstrabaziert natürlich unser Freiherr von Goethe, der Marktredwitzer mal besucht hat.

00:07:58: Tatsächlich in Gesammeltes und Notiertes diesen Besuch auch einige Seiten gewidmet hat also der dazu auch was drüber geschrieben hat gewesen sei ja fast überall und wer halt nie da war wäre bei den Marktreibels natürlich schon eine Rolle spielt.

00:08:11: das ist die Kaiserin Maria Theresia weil wir der ja immerhin eine Kirche verdanken.

00:08:15: Wie kam es zu der Kirche?

00:08:17: Ich erzähle jetzt das Narrativ nicht.

00:08:19: Es ist etwas banaler, aber die Erzählung, die in Magdritwitz immer gehypt wird, geht zu.

00:08:24: Dass ein Magdriditzer-Bürger einem Dörfler-Surbürger einen Acker verkauft hat und es ja nicht ganz klar war wer jetzt da das Recht hatte diesen Acker zu bestellen.

00:08:35: Jedenfalls biedern irgendwo im Frühjahr die Zeit kommen wo man die Kartoffeln aussieht rückten beide an haben das Beide versucht und haben sich nicht gütlich geeinigt sondern sind gleich übereinander hergefallen haben dann alle ihre Freunde zu hilfig geholt und da gab es eine richtig schöne Schlägerei, die dann nur mit Hilfe von Militär aus Wunsiedel geschlichtet werden konnte.

00:08:55: Und da aber ja nicht klar war ist das jetzt Dörfler oder SS-Markt?

00:08:59: Riedwitz hat man natürlich vom Bömischer Seite gesagt, ja das geht ja nicht dass da die Wunsieder Soldaten eingreifen.

00:09:04: eigentlich müssten weil die Egerer Soldaten eingreifen.

00:09:07: und er drückte auch als Eger eine Garnison an Die Streithähne auseinandergebracht hat und um die Ordnung in der Stadt sicherzustellen, dort auch geblieben ist.

00:09:16: Das ist die Geschichte.

00:09:17: Der wahrscheinliche Hintergrund ist dass wir nachweisen können das seit Mitte des achtzehnten Jahrhunderts tatsächlich Soldaten in Markträt wird stationiert worden waren auch, um einfach diese Ansprüche sicherzustellen und diesen Ort.

00:09:31: Diesen sehr kleinen Außenposten von Eger, der im Grunde ja zur Mutterstadt oder auch zum Muttergebiet nie eine Landverbindung hatte zu sichern.

00:09:39: Und für die Soldaten, die in Gegensatz mit den Magdrehtwittern durch die Bank Katholisch waren, um denen irgendwo sozusagen ein Glaubens Zuhause zu schaffen hat man dafür gesorgt dass sie hier eine Kirche bekommen haben.

00:09:54: Es gibt da irgendwo auch einen ganz netten Brief, der im Egerer Stadtarchiv liegt von der Maria Theresia.

00:10:00: Die dann aber auch schreibt dass es noch in einem zweiten Aspekt ist und zwar möchte man sehen das dieses Magdredwitz hauptsächlich evangelisch aber eigentlich als pömischer Vorort eher katholisch sein sollte und dass der Bau dieser Kirche vielleicht dazu führen könnte, dass man die Magdretwitzer Bevölkerung mit gelindeten Mitteln dem katholischen Glauben wieder näherführen könnte.

00:10:22: Also das ist eine sehr lustige und auch sehr nette Geschichte, die aber dazu führt dass wir heute eigentlich im Landkreis Wunsiedel die älteste katholische Kirche in Magdridwitz haben.

00:10:33: Und auch eine mit ganz auffälligen und besonderen Bauelementen.

00:10:36: Das ist also so im Stil der bümischen Landbarockkirchen, die ausgesprochen hübsch ist und auch nachweislich von egerer Künstlern gestaltet wurde.

00:10:45: Rettwitz

00:10:46: damals hat ja sehr lange zu Eger gehört, vierhundertfünfundsiebzig Jahre.

00:10:50: Wo ist denn das Heute noch?

00:10:52: wird spürbar diese lange Zugehörigkeit zu Eger.

00:10:55: Wenn man es nicht weiß, ist es tatsächlich schwer zu sehen.

00:10:58: also wie gesagt das auffälligste ist tatsächlich die Theresienkirche natürlich auch der Löbe auf dem sogenannten Löwenbrunnen, der so schön die beiden Wappen von Marc Trädwitz und Eger im Arm hält so als Schittträger und auch am Rathaus kann man das noch sehen.

00:11:14: da ist auch eine Wappentafel wo auch die Wappendverein sind.

00:11:17: und was mal was die meisten gar nicht so wissen das ist sozusagen Am Ostausgang vom Markt ist auch noch an dem Gebäude eine kleine Wappentafel angebracht, wo auch wieder die Wappen drauf sind.

00:11:28: Und diese Wappentafel erinnert halt mal daran dass da früher das Tor war, das sogenannte Egerer-Tor war der es eben nach Eger führte.

00:11:36: Marc Drittitz hatte insgesamt drei Tore und über allen diesen Touren waren zu Wappentalfeln.

00:11:41: um einfach klarzustellen hier betritt wer hier reingeht egerer Grund.

00:11:46: Welches Ereignis hat denn die Stadtgeschichte vermutlich am?

00:11:51: Also ich würde schon sagen der Bau der Eisenbahn und die Industrialisierung.

00:11:55: Das ganze Jahrhundert war ja im Grund davon geprägt irgendwo Anbindungen an die Eisenbahn zu schaffen, das Fichtelgebirge war da sehr langen Stiefkind.

00:12:06: also noch in den letzten Jahren mussten man beispielsweise von Mark Tridels aus fünf Stunden mit der Kutsche fahren um irgendwo einen Bahnhof oder eine Eisenbahn zukommen.

00:12:16: und natürlich haben die ganzen Orte im Fichtlgebirg alle Zuerst miteinander, später gegeneinander darum gekämpft diese Eisenbahnverbindung hinzubekommen.

00:12:25: und da waren die Magdritwitz.

00:12:27: Man muss man wirklich sagen letztendlich die Sieger.

00:12:30: sie haben diese Bahnverbindung bekommen und das war würde ich sagen die Initialzündung für die Entwicklung der Stadt weil da innerhalb von von zwanzig Jahren hat sich die Bevölkerungszahl vervielfacht es sind unheimlich viele Leute nach Magdridwitz gekommen Es sind ganz neue Wirtschafts- und Industriemöglichkeiten entstanden und wir sehen eigentlich bis heute, wenn wir mit offenen Augen durch Magdritwitz gehen auch an den Häusern.

00:12:57: Die Industrialisierung hat mit die schönsten Bauten, die wir in Magdridwitz haben, die Industriezeit hinterlassen.

00:13:05: Welche denkst du da?

00:13:06: An welche Bautnen?

00:13:07: Ich denke zum Beispiel an die Willen in Dörflaus, die jetzt leider etwas runterkommen.

00:13:12: Die Banker-Willer aber auch die Neukirchner-Willa in der Bahnhofstraße oder auch die Jäger-Wille oben auf dem Oberrätwitzer Berg also wenn man... Oder auch die Kossel-Wiler in der Egerstrasse.

00:13:24: Also man könnte das beliebig fortsetzen.

00:13:26: da gibt es sehr viele Willen.

00:13:27: Aber natürlich auch wenn wir sich jetzt zum Beispiel die Glingerstrause anschauen Wir haben doch eine ganze Reihe Bausobstanz, die urbane Strukturen trägt.

00:13:36: Die ist halt in der Zeit entstanden.

00:13:39: Was ist es in der Geschichte von Magda Reep jetzt so dein Lieblingsthema oder deine Lieblingszeitspanne?

00:13:46: Wo geht dir das Herz auf?

00:13:48: Das ist eigentlich schwer zu sagen, weil ich eigentlich beinahe nicht gesagt alle meine Kinder mag!

00:13:56: Es fängt tatsächlich an, dass ich mal die Frühgeschichte sehr mag.

00:14:01: Dass ich spannend finde, weil ja Mark Tridwitz auch eine ganz besondere Konfessionsgeschichte hat eben durch diese Verbindung mit Eger und den dreißigjährigen Krieg Und da die ja auch dann nach dem Dreißigjährigen-Krieg eine ganz neue Entwicklung eingeleitet wird.

00:14:17: Also es ist ein Wort bei dem Nichts Standard ist und nichts normal.

00:14:22: Das klingt jetzt ganz blöd, aber es ist immer sowas Besonderes.

00:14:26: Immer was sich unterscheidet von anderen Orten.

00:14:30: Wie gesagt diese Zugehörigkeit zum Eger ist auf der einen Seite eine furchtbare Hemmschwelle weil's ein ganz kleinem Bereich nur fest setzt wo die Makretwürze nicht auskönnen.

00:14:43: Aber immer dann ist auch jemand schlau und er findet wieder irgendwas Neues, wie man das umgehen kann.

00:14:49: So dass man zum Beispiel Magdrehtwitz-Briefkastenadressen gründet und Magdretwitzer Bürger ist aber gleichzeitig halt eine Mühle irgendwo im Makreflichen betreibt oder dort große Ecker hat.

00:15:00: Das ist das was mich eigentlich immer fasziniert an der Magdreetwitzer Geschichte Die Erfindungsgabe der Magdretwitze, wenn es ihnen eigentlich gar nicht so gut geht.

00:15:10: Sich was einfallen lassen wie man das umgehen kann und aus Dingen die erst mal negativ aussehen erstmal etwas Positives oder dann eher was Positives machen.

00:15:20: Wenn du an die Magdrettwitzerstattgeschichte im Ganzen denkst Und müsstest dir mit drei Adjektiven beschreiben Welche drei Adjective würdest Du denn da wählen?

00:15:33: Unternehmungslustig Vorwärts gewandt, auch sehr stark von einem Zusammenhalt geprägt.

00:15:43: Also ich würde fast sagen die Magdrehtwürze trägt auch ein gewisses eigentlich ehrenuhr Bayern behäumertes MirSanMir-Gefühl und das wirklich eigentlich auch diesen kleinen Raum umspannt.

00:15:55: Ich habe die Magdrätwürzer immer so empfunden dass sie immer gewusst haben Sie sind zwar im Landkreis Wunsiedel aber Die Wunsidlöse sind was anderes.

00:16:04: Also, die Rawattsas sind die Rawatsa und das ist etwas Besonderes.

00:16:09: also so habe ich das immer empfunden

00:16:11: Wenn wir noch einen Blick in die Zukunft wagen wollen.

00:16:15: Was wird denn aus unserer heutigen Zeit in hundert Jahren im deinem Archiv landen?

00:16:20: Das

00:16:20: ist schwer!

00:16:21: Das ist tatsächlich schwer.

00:16:25: Wir versuchen halt von allem was uns irgendwo wichtig ist einfach so eine Resümee festzuhalten viele Bilder, wobei ich nicht weiß ob die überleben.

00:16:35: Auch wie gesagt wir versuchen auch von dem was jetzt an modernen Firmen irgendwo sich niederlässt.

00:16:42: es gibt ja durchaus auch nicht nur die Alten sondern beispielsweise was mich beeindruckend finde sind zum Beispiel die Labelisten weil das ist halt auch etwas ist was irgendwo so in die Zukunft irgendwo geht.

00:16:54: Wir haben auch zum Beispiel die Unterlagen der EU-Regioe Grenze, weil ich halt denke ... Die Idee des Europas und die Idee einer europäischen Region.

00:17:02: Das ist jetzt auch für mich was Total Zukunftsgewandtes, wo ich auch hoffe das halt überlebt.

00:17:07: Aber das sind einfach drei wirklich rausgegriffene Beispiele.

00:17:16: Edith, ich würde jetzt drei Fragen stellen und hätte dann gerne drei Antworten von dir?

00:17:21: Okay!

00:17:22: Früher aufstehen oder lange schlafen, Urlaub am Meer oder in den Bergen und deinen Lieblingsplatz, deinen Lieblingsort im Magdritwitz.

00:17:33: Das ist schwierig!

00:17:36: Dann auch gerne mehrere.

00:17:38: Also einer meiner Lieblingsplätze ist tatsächlich irgendwo das Garten-Schaugelände, und zwar so richtig auf die drei Bögenbrücke hinter.

00:17:46: Das mag ich sehr gerne.

00:17:47: Und mein anderer Lieblungsplatz ist so das Gegend.

00:17:50: Das ist oben einfach der Stadtwald Die Putzenreuth.

00:17:53: Weil ich da oben auch mal gewohnt hab halt, da ging es um die alte Jägerbiller Rombald.

00:18:03: Überhaupt jemals bereut dann, solange ich mag.

00:18:05: Der wird es geblieben zu sein?

00:18:08: Nee eigentlich nicht!

00:18:09: Also ich muss wirklich sagen die Arbeitsbedingungen und auch mein Stadterchiff haben mir immer wahnsinnig gut gefallen.

00:18:16: und das was mich überhaupt dazu bewogen hat aus einem großen Hause in so ein kleineren Laden zu gehen... Das war halt das dass ich die Gestaltungsmöglichkeiten gesehen habe.

00:18:27: Und das gilt eigentlich immer noch, weil ich mir halt einfach gern was ausdenke, gern etwas ausprobiere und gerne etwas mache – und das kann man halt irgendwo in einem kleinen Haus wahrscheinlich sehr viel besser machen als in einem großen Haus, wo man halt ein Rädchen unter vielen ist.

00:18:45: Es gilt halt immer noch, dass ich hier sowohl verwaltungstechnisch wie auch inhaltlich sehr viel machen kann und das macht mich auch noch über vierzig Jahre noch glücklich.

00:18:54: Jetzt hast du ja gesagt, dass du viele Gestaltungsmöglichkeiten hattest.

00:18:57: Wie schaut denn die Gestaltung im Archiv aus?

00:18:59: Was kann man denn da eigentlich überhaupt gestalten?

00:19:02: Ja was kann man

00:19:03: gestalten?!

00:19:04: Das ist eigentlich recht vielfältig!

00:19:06: Ich habe schon darüber geredet, was wir halt irgendwo machen in Sachen Überlieferungsbildung.

00:19:10: Das heißt letztendlich entscheiden... Ich bin ja nicht mehr allein, sondern ich habe auch junge Kollegen.

00:19:17: inzwischen entscheiden wir oder ich.

00:19:20: Stadtgeschichte, was heb ich auf?

00:19:23: Was werfe ich weg.

00:19:24: Wo setze ich Schwerpunkte und keine Schwerpunkte?

00:19:28: Das ist natürlich schon etwas wo ich dann nicht leichtfertig mache sondern wo ich überall auch Begründungen dazu schreibe warum ich jetzt hier einen Schwerpunkt setze oder auch nicht.

00:19:37: Mir es halt wichtig Marktreedwitz zu darzustellen dass letztendlich die Marktredwitzer sich mit jeder Stadt auch identiviert Fizieren können, dass es nicht der Stadt unter vielen ist sondern dass man sagt das ist was markantes.

00:19:50: Das gibt's nur hier.

00:19:52: also was mir jetzt zum Beispiel halt wichtig war immer das ist das Thema Industrialisierung weil ich denke Mark Tridwitz war ein relativ kleiner Ort der durch die industrialisierung zu dem geworden ist was er heute ist Sowohl von der Bevölkerungszahl wie auch von der Architektur, von allem her.

00:20:08: Das ist auch die Verbindung zu Eger.

00:20:11: Also Markt-Riedwitz hat ja eine ganz besondere Geschichte.

00:20:14: Kürz war heute zum Landkreis Wohnsiedel, aber über viele Jahrhunderte eben nicht Bestandteil des Sechsämterlandes oder das Landkreises Wohnsiegel sondern kürze verwaltungstechnisch zu Egen und es ist ne Besonderheit wo halt nur in Markt Riedwiz ist.

00:20:28: Das kann man fortsetzen mit der Konfessionsfragen.

00:20:31: also es gibt viele Punkte die halt und das waren halt die Dinge, die für mich entscheidend waren.

00:20:38: Und bei denen ich vielleicht mehr ... bei manchen Bereichen mehr aufgehoben hab als jetzt bei anderen.

00:20:44: Überblickst du ja vier Jahrzehnte Archiefarbeit?

00:20:48: Wie hat sich denn in diesen zweiundvierzig Jahren auch Archiefarbeit verändert?

00:20:53: Wie war denn das?

00:20:55: Und wie ist es heute?

00:20:58: Das hat sich ganz gewaltig verändert!

00:21:01: mit so ein paar Worten gar nicht beschreiben.

00:21:04: Als ich hier angefangen habe, hatte ich gerade mal eine Schreibmaschine und ein paar Karteikarten und ein Paar Lästen in denen irgendwelche Akten verzeichnet waren – das war damals unsere Hilfsmittel.

00:21:16: Heute nutzen wir natürlich Datenbanken oder ... Beginnen wir KI zu nutzen, heute ist wie gesagt unser Herzstück tatsächlich unser Datenbank wo alles drin verortet ist.

00:21:30: Zumindest als Verzeichnis aber bei den Bildern inzwischen natürlich auch als Ken.

00:21:34: das ist halt eine Tendenz die wir immer mehr verfolgen dass wir immermehr auch gescannt irgendwo in der Datenbank verwalten weil halt nicht durch die Datenbank oder das Kender Zugriff unheimlich viel schneller ist.

00:21:45: also wenn so in den achtziger Jahren jemand zu uns kam ein analoges Bild betrachtet hat, dass wir eben vorgelegt haben und er das gerne gehabt hätte.

00:21:54: Dann sind wir dann zum nächsten Fotografen getraut mit diesem Bild.

00:21:58: Dann hatte er davon ein Rebro gemacht, dann ist da ein Abzug angefertigt worden.

00:22:02: Das hat alles zwei bis drei Wochen gedauert und entsprechend Geld gekostet.

00:22:06: heute wenn er sagt, der ist und das hat er gern.

00:22:08: Dann ziehen wir es auf einen USB-Stick oder schicken das über den Austauschportal.

00:22:14: also da hat sich wirklich sehr viel geändert und auch halt natürlich auch für uns... Also der Zugriff die Übersicht ist viel größer, dass es viel einfacher geworden.

00:22:23: Ich habe schon gesagt wie wir halt angefangen haben.

00:22:25: ich hab halt ein klassisches Archiv übernommen.

00:22:28: da gab's einen Pop Bilder, gab es ein paar Zeitungen.

00:22:31: Gab es ein Paar alte Akten und Paar Alte Urkunden.

00:22:33: Das war im Wesentlichen das Stadtarchiv.

00:22:35: Heute haben wir eine Schallplattensammlung Wir haben eine CD-Sammlung die wir dringend digitalisieren müssen weil wir etwas Sorge haben dass wir die irgendwann nicht mehr lesen können.

00:22:45: Wir haben Gespräche aufgezeichnet auf noch klassischen Tonbankkassetten Und wir haben natürlich zunehmend immer mehr digitale Daten Die gar nicht auf einem anderen Träger gespeichert sind die wir halt nur als Datei haben.

00:22:59: zunehmend schauen wissen, wie wir die Speicherungen strukturieren und zugänglich halten.

00:23:04: Und das ist wohl die große Herausforderung der Archive im einundzwanzigsten Jahrhundert.

00:23:09: Wie halte ich die Daten zugänglig?

00:23:12: Weil es ist also eine Grundsatz der Archieve... Das macht jetzt keinen Sinn wenn nicht ein digital entstandes Dokument Ausdrucke und Abhefte.

00:23:19: Also sowas machen wir nicht!

00:23:20: Und das sind halt diese Herausforderungen.

00:23:23: Wie kriegen wir das hin, dass unsere Dateien auch in hundert, zweihundert Jahren noch lesbar Und bearbeitbar und nutzbar sind.

00:23:31: Können ja auch Bürger das Archiv nutzen, wenn sie Fragen haben?

00:23:34: Wenn sie irgendwas recherchieren wollen... Was war denn so die kurioseste oder ungewöhnlichste Anfrage eines Bürgers einer Bürgerin in den letzten über vierzig Jahren, die du da so erlebt hast?

00:23:50: Das ist tatsächlich eine schwierige Frage!

00:23:52: Aber vielleicht kann ich etwas erzählen, wo wir uns mal sehr gefreut haben.

00:23:58: Wir hatten einmal eine Anfrage von einem jungen Mann, der adaptiert war und seine Familie nicht kannte und erst eben erwachsenen Alter eigentlich drauf gekommen ist aus welcher Familie er stammt und dann natürlich überhaupt keine Bilder und sowas hatte aber einen Namen in unseren Unterlagen mal auf die Suche gegangen und haben tatsächlich, in der alten Passkartei ein Foto von seinem Vater.

00:24:26: Und auch ein Futo von seinem Großvater finden können.

00:24:29: Die haben wir eben dann kopiert und gegeben und das war tatsächlich einen wahnsinnig rührenden Moment weil er so glücklich war Bilder seiner Originalfamilie zu bekommen.

00:24:39: Das hat uns sehr gefreut.

00:24:43: Weil es da was ganz Besonderes irgendwo war.

00:24:47: Was ist denn die skurrilste Archivalie, die ihr gelagert habt im Stadtarchiv?

00:24:53: Also könnte man vielleicht sagen wir haben ja im Stadtearchiv auch neben... den normalen Datenträgern auch ein paar kleine Gegenstände und da würde ich sagen.

00:25:05: Und auf diese Weise kam auch halt von dem Bombenangriff, der einen oder andere Bombensplitter zu uns.

00:25:15: Also das sind verschiedene und die sind jetzt gar nicht so skurril.

00:25:18: aber einer hat seinen Bombsplitter so gehypt dass er ihn auf ein kleines Protest gesetzt hat, das Datum unten draufgeklickt hat eigentlich eine unserer skurrileren Überlieferungen ist.

00:25:34: Sehr

00:25:34: skurril,

00:25:34: ja.

00:25:35: Gibt es weitere Skurrilitäten?

00:25:36: irgendwelche besondere Gegenstände?

00:25:39: weil ich denke da ist das Archiv bei der Größe bestimmt voll also könnte man wahrscheinlich Stunden drüber erzählen.

00:25:45: Ja, das ist jetzt schwierig.

00:25:47: Ich glaube wir haben auch zum Beispiel aus einer Familie was eine nette kleine Geschichte ist.

00:25:52: ich habe zum Beispiel eine Tanzkarte bekommen so aus den neunzehnhundertzwanziger Jahren.

00:25:57: also es war ja üblich dass sich auf Tanzbälle die Herren bei den Damen Tänze reservieren lassen konnten.

00:26:04: Da hatten die Damen so, im Handtestchen ein kleines Kärtchen dabei und da konnte man sich dann für die entsprechenden Tänze schon irgendwo vormerken

00:26:13: lassen.

00:26:14: Und so ein Tanzkärtchen haben wir zum Beispiel auch über irgendein Nachlaus bekommen.

00:26:19: Was ist die älteste Archivalie, die im Stadtarchiv eingelagert ist?

00:26:25: Muss ich jetzt hin und her pendeln?

00:26:28: Wir haben Urkunden aus dem vierzehnten Jahrhundert.

00:26:31: Das sind wahrscheinlich keine Originale, das sind Abschriften.

00:26:34: Ich bin mir nicht zu sicher, ich halte es für eine Abschrift.

00:26:36: Es ist immer als Original bei uns gehandelt worden.

00:26:38: Ansonsten haben wir aber tatsächlich ... Also von dreizehn, sechs und zwanzig haben wir tatsächlich eine alte Urkunde.

00:26:44: Das ist halt ein Privatbrief im Grunde.

00:26:47: Brief ist der alte Begriff für Urkundnen.

00:26:50: Dass es beispielsweise einen Testament eines Bürgers zugunsten halt sei.

00:26:54: Nachfolger.

00:26:56: Also ist die Urkunde ja wirklich sehr alt, wie schützt man denn eigentlich die Ur-Kunde oder so alte Gegenstände?

00:27:02: Wie werden sie denn aufbewahrt?

00:27:03: Also tatsächlich natürlich schützen wir unsere Urkunden aber die Ur Kunden sind eigentlich gar nicht unser Hauptproblem weil eine Urkundes ist ja aus Pergament und aus Tierhaut Und die sind tatsächlich relativ robust.

00:27:16: Also das ist auch mit der Tintenbeschieb und also wir schützen sie vor Licht, dass es bei so einem Fall das Allerwichtigste ist.

00:27:22: Wir schützen Sie dadurch, dass wir sie halt in so eine freie Umschläge packen und dass wir versuchen sie bei möglichst konstanten Temperaturen aufzuheben.

00:27:32: Das gilt aber nicht nur für... Pergament, sondern vor allem für Papier.

00:27:35: Das ist sehr viel empfindlicher.

00:27:38: Es braucht im Optimalfall ungefähr fünfzig Prozent Luftfeuchtigkeit und zwischen vierzehn und sechzehn Grad konstante Raumtemperatur.

00:27:46: Also das gehört zu den großen Herausforderungen auch für Stadtarchiv.

00:27:49: Dass der Schrecklichste für uns ist wenn wir zum Beispiel unsere Sachen in einen feuchten Keller stellen müssten oder wenn wir halt sehr stark Temperaturschwankungen haben Weil die Gefahr bei Temperaturschwankungen ist, wenn warme Luft abkühlt entstehen irgendwann Kondenswasserbildungen und die sich an Kältebrücken ablagern.

00:28:09: Und dann ist meistens die Gefahre dass irgendwo sich Schimmel bildet nicht weit entfernt also.

00:28:14: das sind Dinge auf die wir sehr stark achten und wo wir auch relativ viel Energie in die Bewahrung unserer Stadtarchiv rein setzen.

00:28:21: also für wir lüften regelmäßig Wir kontrollieren unsere Temperaturen und unser Luftfeuchtigkeit.

00:28:26: Also in jedem Ort wo wir archivalien aufbewahren, herrschen ganz strenge Vorschriften was eben die konservatorischen Bedingungen angeht und das beachten wir auch ziemlich akribisch.

00:28:41: Unser letzter Gast ein Triathlet hat dir eine Frage hinterlassen in dieser Rubrik?

00:28:46: Und er möchte gerne von dir wissen welche Begegnung deines beruflichen Lebens ist dir denn am meisten in Erinnerung?

00:28:53: Mein allererster Benutzer, der wie ich eine ganz junge Frau war zu mir kam und mir Geschichten erzählt hat die ich überhaupt nicht verstanden habe.

00:29:01: Das war ein älterer der sein damals seien liebender Erforschung der Parzellangeschichte der Magdreht-Witze-Parzelanfirma Jäger gewidmet hat von dem mich viel lernen durfte und der mir so viele Richtungen um Möglichkeiten an Denkstrukturen aufgemacht hat dass sich die im Grund bis heute sehr aufgehoben hab Auch in mir und ich denke, er ist schon lange natürlich verstorben.

00:29:23: Aber ich denke immer noch sehr gerne... Und jetzt darfst

00:29:26: du an unseren nächsten Gast von dem Du weißt wie es ist!

00:29:29: Wir verraten es noch nicht eine Frage formulieren die wir dann unserem nächsten Gast der Nächsten stellen

00:29:35: werden.

00:29:35: Also ich würde gerne wissen, wie sich die Badegäste von Magdritwitz so eigentlich kulturell zusammensetzen und auch... Und ich hoffe eigentlich und glaube dass in Magdridwitz das was man so aus anderen Bädern hört nicht der Fall ist.

00:29:50: Ich glaub' dass Baden immer noch sehr schön ist aber das würde ich gern von ihm hören oder bestätigt wissen dass es auch so ist.

00:29:58: Liebe Edith, vielen Dank für deinem Besuch heute hier in unserem Podcast.

00:30:02: Vielen, vielen dank für die spannenden Geschichten

00:30:04: aus der Vergangenheit aber auch mit dem Blick in die Zukunft.

00:30:07: wir wünschen dir für deine persönliche Zukunft im baldbeginnenden Ruhestand wenn ich das mal so vorsichtig sagen darf alles alles Gute und dass du weiterhin trotzdem gerne in der Geschichte Magda jetzt unterwegs bist

00:30:20: bis zum nächsten Mal.

00:30:22: Das war Rawatz

00:30:23: der podcast.

00:30:25: Wenn euch die Folge gefallen hat folgt uns einfach Bis zum nächsten Mal!

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